Karl Fred Dahmen

(1917 - 1981)

Dahmens frühe Werkphase nach Ende des Zweiten Weltkriegs und seines Beitritts zum Deutschen Künstlerbund, ist dem Tachismus gewidmet. Auch später ist ihm der Einfluss des ursprünglich französischen Informels wichtig. Er bemüht sich um einen kulturellen Austausch mit der Ecole de Paris und orientiert sich an den dortigen künstlerischen Strömungen. Ab Mitte der 1960er Jahre beginnt Dahmen, unterschiedliche Materialien in seine Werke zu integrieren, womit er einen Rückbezug der Kunst auf das Leben durch reale Dinge anstrebte. Neben Emil Schumacher und Gerhard Hoehme gilt Dahmen als einer der frühesten und bedeutendsten Künstler des Deutschen Informels.

Vita

1917
geboren in Stolberg (Rheinland)
1932 - 1933
Besuch der Kunstschule Aachen bis zu deren Schließung
1936 - 1938
Lehre als Gebrauchsgraphiker
1939 - 1945
Militärdienst und Gefangenschaft
1945
Kurzzeitig an Düsseldorfer Kunstakademie, freischaffend tätig
1946
erste Einzelausstellung, Aachen
1950
Reise nach Ascona, Tessin
1951
zahlreiche Reisen nach Paris
1954 - 1959
Zeichenlehrer an Privatschule in Aachen
1954
erste Einzelausstellung in Paris
1956
Arbeiten mit reliefartigen Oberflächen entstehen
1958
Goldmedaille des Ersten internationalen Kunstpreises für Abstrakte Kunst der Schweiz
1959
Teilnahme an documenta II, Kassel
erste längere Reise nach Spanien
1961 - 1967
regelmäßige Aufenthalte auf Ibiza mit zweitem Atelier
1963
erste Einzelausstellung in New York
1964
Lehrauftrag an Kunstschule Bremen im Bereich Flächengestaltung
1967
Berufung als Professor an Akademie der Bildenden Künste in München
erste Objektkästen entstehen
1973
Internationaler Graphikpreis, Ibiza
1974
Reise durch USA und Mexiko
1976
Beginnt mit der Erstellung eines Werkverzeichnisses, druckgraphischer Teil erscheint 1979
1981
stirbt in Preinersdorf am Chiemsee