Hermann Glöckner

(1889 - 1987)

Hermann Glöckner löste schon früh die strengen Grenzen der Gattungen, ließ Alltagsgegenstände kunstvoll werden, sprang spielerisch zwischen Fläche und Raum, zwischen Malerei und Plastik. Glöckner gehört zu der Generation, die eine historische Kontinuität in der europäischen Kunst aufzeigt, die Nachkriegskunst unmittelbar mit der Modernen verbindet und bis in die Gegenwart reicht. (E.W., J.D.)

LITERATUR: - Hermann Glöckner, Die Tafeln 1919-1985 (Werkverzeichnis), hg. v. Hermann Glöckner Archiv, Dresden 1992. - Glöckner. Gemälde und Zeichnungen. 1904-1945. (Werkverzeichnis), Dresden 2010

Vita

1889
geboren in Dresden
1903
Besuch der Leipziger Gewerbeschule
1904 - 1907
Lehre als Zeichner für Textilien, parallel Abendstudium an Kunstgewerbeschule Dresden
1910
Freiberuflich als Künstler tätig
1914 - 1918
Kriegsdienst
1920
Heirat mit Frieda Paetz
1923 - 1924
Besuch der Akademie der Bildenden Künste Dresden
1927
erste Einzelausstellung in Berlin, die im darauffolgenden Jahr auch in Stuttgart, Hannover, Köln, Mannheim und Dresden zu sehen war
1930 - 1937
Entstehung seines Tafelwerks
1930
als Broterwerb gemeinsam mit seiner Frau Wandgestaltungen an Bauwerken
1932
Mitglied der Dresdner Sezession
1935
erste räumliche Arbeit ("Faltung eines Rechtecks")
1945
Zerstörung von Wohnhaus und Atelier
1945 - 1948
Mitglied der Künstlergruppe "der ruf"
1946
Einzug Künstlerhaus Dresden-Loschwitz
1948 - 1967
weitere Arbeiten am Bau
1948
2. Ausstellung "der ruf" u.a. mit Ernst Wilhelm Nay und Karl Otto Götz
1968
erste Einzelausstellung in DDR
1969
Jubiläumsausstellung zum 80. Geburtstag im Kupferstichkabinett Dresden
Teilnahme an der Biennale konstruktivistischer Kunst in Nürnberg
1979
Kunstpreis der Stadt Dresden
1984
Ausstellung zum 95. Geburtstag im Kupferstichkabinett Dresden, Katalog des Gesamtbestandes erscheint
1986
Ehrenmitglied des Deutschen Künstlerbundes
1987
gestorben in West-Berlin