Angela Hampel

(* 1956)

Angela Hampels Bilder verkörpern eine selbstbewusste, kraftvolle und leidenschaftliche Weiblichkeit. Ihren androgynen Protagonistinnen stellt sie meist einen animalischen Partner gegenüber. Oft sind es Tiere, die auf den ersten Blick Abscheu oder Angst hervorrufen, mit denen die weibliche Figur jedoch in innige Beziehung tritt. In Bezug auf ihre expressive Ausdrucksweise wird sie häufig mit den "Jungen Wilden" der 1980er Jahre verglichen, inhaltlich beschäftigte sie sich jedoch anders als diese mit der griechischen Mythologie und biblischen Themen, die die Frau in den Mittelpunkt rücken, z.B. Medea, Salomé oder Judith. Hampel pflegte eine Freundschaft zu Christa und Gerhard Wolf. Immer wieder greift sie deren literarisches Schaffen auf und verarbeitet es in ihren Bildern, darunter Gemälde und Drucke zum Roman Kassandra. (ED)

Vita

1956
in Räckelwitz geboren
1972 - 1974
Ausbildung zur Forstfacharbeiterin und Kraftfahrerin
1975 - 1976
Arbeit als Forstfacharbeiterin und Kraftfahrerin, Abendstudium in Bautzen
1977 - 1982
Studium an der HfBK Dresden
1978
Einzelausstellung Galerie Döbele Ravensburg
1982
freischaffend tätig in Dresden
1987
Freundschaft mit Autorin Christa Wolf
Performances, Installationen und Environments
1989
Mitbegründerin der Dresdner Sezession 89
1990
passionierte Bergsteigerin
Marianne-Werefkin-Preis
1991
Ausstellung Galerie Döbele Stuttgart
1999
Sonderpreis "100 ausgewählte Grafiken"
2022
Retrospektive 'Angela Hampel - Das künstlerische Werk' in der Städtischen Galerie Dresden