Herta Günther

(1934 - 2018)

Herta Günther beobachtete die Menschen sehr genau. Oft besuchte sie Kneipen und Cafés. Sie schöpfte aus dem Alltäglichen, stellte Straßen- und Interieur-Szenen dar. Meist stand eine Frau im Mittelpunkt. Man glaubt die Dargestellten zu kennen, fühlt sich ihnen verbunden, ihre Blicke verraten dennoch nicht alles, etwas Rätselhaftes umgibt sie. Ihre Bildwelten wahren Distanz ohne Brüskierung und locken mit Charme und meist herber Eleganz. Diese Polarität gibt ihren Kunstwerken jene Unverwechselbarkeit, mit leichter Geste eine Distanz aus Achtung und Selbstachtung auszudrücken. (E.W., H.D.)

Vita

1934
geboren in Dresden
1951 - 1956
Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Hans Theo Richter und Max Schwimmer
1957
freischaffend in Dresden
1960
Heirat mit Jürgen Günther, Grafiker
1966
erste Einzelausstellung, Dresden
1976
erste Übersichtsausstellung des grafischen Werks in der Staatlichen Galerie Moritzburg, Halle
1984
Werkverzeichnis der Druckgrafik 1960-1983
1985
vermehrt Arbeiten in Pastellkreide
1986
Teilnahme an der Wanderausstellung "Dresden heute. Malerei und Grafik nach 1945" in Süddeutschland und in der Schweiz
2018
gestorben in Dresden

Ausstellungen