Heinz Kreutz

(1931 - 2016)

Heinz Kreutz beginnt als Verwundeter im Lazarett zu zeichnen und entdeckt damit seine Leidenschaft. Bald zieht Farbe in Kreutz‘ Werk ein, die lange Zeit den Schwerpunkt seiner Arbeiten bildet. Inspiriert von Goethes Farbenlehre entwickelt er Mitte der 1950er Jahre ein eigenes Farbsystem. Grundgedanke ist dabei die Farbe als etwas Bewegtes wahrzunehmen. Bei „Danae“ lässt sich diese Farbrhythmik nachvollziehen. Die helle, gelbe Partie in der Bildmitte wird von dunkleren Farbakkorden umspielt. Bezugnehmend auf den Titel lässt sich die goldgelbe Farbpartie als die Gestalt des Zeus interpretieren, der Danae als Goldregen in ihrem Gefängnis heimsucht, woraufhin sie Perseus gebiert. (EW)

Vita

1923
geboren in Frankfurt a. M.
1938
Ausbildung als Photograph
1940 - 1944
Militärdienst
1944
Beginn künstlerische Arbeit als Autodidakt
1946
Studium an der Städelschule Frankfurt a. M.
1946 - 1948
Malt spätexpressionistisch, angeregt u.a. durch Werke von Paula Modersohn-Becker, Max Beckmann
1948
beginnt abstrakt zu malen
1951
Atelier in Paris
1952 - 1959
Malt informelle Bilder
1952
Mitbegründer der Künstlergruppe "Quadriga" mit Otto Greis, K. O. Götz und Bernard Schultze
1952 - 1959
ausschließlich Ölmalerei
1960
Studienaufentahlt in Paris; Konzentration auf Aquarellmalerei
1962
Erster Entwurf der Farbenlehre
1971 - 1973
Gastdozent an der Hochschule für Gestaltung Offenbach
1987 - 1996
Ölmalerei, später Pastelle
2016
stirbt in Penzberg