Ernst Wilhelm Nay

(1902 - 1968)

Schon zu Lebzeiten wurde Ernst Wilhelm Nay mit Preisen für sein Schaffen bedacht und noch heute gilt er als einer der wichtigsten deutschen Künstler der Moderne. Seine von ihm selbst schon im Entstehen betitelten und geordneten Werkphasen lassen seine Entwicklung von einem zunächst figürlichen, expressionistischen und noch von seinem Lehrer Karl Hofer geprägten Frühwerk hin zu einem nach dem zweiten Weltkrieg allmählich abstrakten Schaffen, das sich mit der Wirkung von Form und Farbe auf der Leinwand beschäftigt, nachvollziehen. Nay verfasste kunsttheoretische Schriften, nahm mehrmals an der documenta in Kassel teil und war Mitglied im Deutschen Künstlerbund. (ED)

Vita

1902
in Berlin geboren
1925 - 1928
Malklasse von Karl Hofer
1926 - 1927
Ausstellungen, u.a. in der „Berliner Secession“ und „Münchner Neuen Secession“, Meisterschüler Hofers
1928 - 1929
reist nach Paris
1931 - 1932
Prämie des Staatspreises der Preußischen Akademie der Künste und Stipendium in der Villa Massimo in Rom
1934 - 1935
„Dünen- und Fischerbilder“
1936
Aufenthalte auf Sylt und der Ostsee
1937 - 1938
10 Werke werden als „entartete Kunst“ aus öffentlichem Besitz beschlagnahmt
1940 - 1944
Kriegsdienst in Frankreich
1942
Kartenzeichner in Le Mans, erste Gouachen entstehen
1943
Besuch bei Kandinsky in Paris, Nays Atelier durch Bomben zerstört
1945 - 1948
„Hekate-Bilder“
1948
Beteiligung an der Biennale in Venedig
1949 - 1951
"Fugale Bilder"
1950
Erste Retrospektive in der Kestner-Gesellschaft in Hannover
1951
Übersiedlung nach Köln
1952
„Rhythmische Bilder“, Karl-Ströher-Preis Darmstadt
1953
Große Wanderausstellung (Düsseldorf, Frankfurt, Bremen und Lübeck), Gast-Dozentur an der Landeskunstschule in Hamburg
1955
Teilnahme an der Ausstellung der Gruppe ZEN 49 als Mitglied, erste „Scheiben-Aquarelle“, Einzelausstellung in Kleemann Galleries in New York, in der Kunsthalle Hamburg und Kestner-Gesellschaft Hannover, Lichtwark-Preis in Hamburg, documenta I in Kassel, Biennale Sao Paolo, Veröffentlichung „Vom Gestaltwert der Farbe“ von E.W. Nay
1956
Biennale in Venedig, Großer Preis des Landes Nordrhein-Westfalen
1957
Beteiligung an „German Art of Twentieth Century“ im Museum of Modern Art in New York
1959
documenta II
1960
Guggenheim-Preis, Einzelausstellung in der Kunsthalle in Basel
1962
Retrospektive im Folkwang-Museum in Essen
1963 - 1964
"Augenbilder"
1964
documenta III
1966 - 1967
Reise u.a. nach Marokko, Ausstellungen in der Akademie der Künste Berlin, Städtische Kunsthalle Mannheim und Museum des 20. Jhs. in Wien
1968
stirbt in Köln