Horst Antes

(* 1936)

Der Kopffüßler ist unverkennbares Markenzeichen von Horst Antes. Mutig stellte er sich wie sein Lehrer HAP Grieshaber an der Karlsruher Akademie der bildenden Künste mit seiner neuen figurativen Malerei dem damals herrschenden Zeitgeist in Deutschland entgegen. Besonders beeinflusst wurde er dabei von Willem de Kooning, der informelle und figurative Elemente miteinander verband. Auch Antes findet den Weg zur Figur über das Informel. Über hingeworfene Farbstrukturen nähert er sich vor dem Hintergrund der beliebten und weitverbreiteten Kachina-Puppen der amerikanischen Puebloindianer schrittweise seinem wichtigsten Motiv dem Kopffüßler an. Seitdem hat er sich mit dieser Form in unzähligen Techniken, Variationen und Abwandlungen beschäftigt. Die charakteristische Silouette bleibt erhalten, auch als er in den 1980er Jahren seine dreidimensionalen Darstellungen immer mehr durch zweidimensionale Schablonenfiguren ersetzt. Horst Antes ist mit zahlreichen renommierten Preisen der Kunstwelt ausgezeichnet worden und in den größten Sammlungen Deutschlands vertreten. (ED)

Vita

1936
wird am 18. Oktober in Heppenheim geboren
1957 - 1959
Studium an der Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe, Schüler von HAP Grieshaber
1960 - 1963
Entwicklung des für sein Oeuvre typischen "Kopffüßlers"
1962
Villa Romana Preis, Florenz
1963
Stipendium der Villa Massimo in Rom
1967 - 1973
Lehrtätigkeit an der Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe
1967 - 1968
Gastprofessur an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste Berlin
1983
Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg
1984 - 2000
Professur in Karlsruhe
1990
lebt und arbeitet in Karlsruhe, Berlin und Sicellino/Italien