Emil Cimiotti

(1927 - 2019)

Die ersten Ausstellungen Emil Cimiottis wurden von der Kunstkritik zerrissen. Denn Cimiotti war es gelungen die Gattung Plastik auf unbekannte Wege zu führen. Er wollte das Starre und Statische sowie das Volumenhafte in der Plastik aufbrechen. Dies gelang ihm indem er sie von innen heraus dachte und nicht wie üblich vom Kern nach außen arbeitete. Im gängigen Sinne haben seine Arbeiten kein Volumen, sondern anstelle von Masse Luft bzw. Leerräume. So erscheinen seine Plastiken teilweise zu schweben. Oft sind sie inspiriert von Naturhaftem und Formen der Landschaft, was erst durch die Titel nachzuvollziehen ist. (EW)

Vita

19.08.1927
geboren in Göttingen
1945
in den letzten Kriegsmonaten zum Kriegsdienst einberufen; englische Kriegsgefangenschaft
1946 - 1948
Lehre als Steinmetz; Interesse für plastisches Arbeiten geweckt
1949 - 1953
Studium der Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart; Begegnungen u.a. mit Willi Baumeister, Constantin Brancusi, Le Corbusier
1955
erste Bronzeplastiken
1956
erste Ausstellungsbeteiligungen
1959
Beteiligung an der documenta II, Kassel, Biennale Junger Kunst, Musée d'Art Morderne, Paris, European Art Today, USA
1963 - 1992
Professur an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig sowie deren Gründungsmitglied
1975
Naturabgüsse in Plastiken
1989
Atelier in Hedwigsburg, Niedersachsen
13.10.2019
verstorben in Wolfenbüttel