Brigitte Matschinsky-Denninghoff

(1923 - 2011)

Das Prinzip der Zusammenführung, das Brigitte Matschinsky-Denninghoff gemeinsam mit ihrem Mann und Arbeitspartner entwickelt hatte, wird auch in dieser Einzelarbeit deutlich. Die Suche nach „Ur-Strukturen (…), die für den Menschen mehr bedeuten als ein Abbild seines eigenen Äußeren“ (1957) war das Anliegen von beiden. Das Abgrenzen zu inhaltlichen Bezügen aus Naturformen äußert sich auch in den Titeln, die wie bei vielen informellen Künstler:innen durch eine sachliche Nummerierung angegeben werden. Die Skulptur ist auf der Unterseite des Holzsockels mit dem Mädchenname der Künstlerin, mit Meier-Denninghoff signiert. (EW)

Vita

1923
geboren in Berlin
1943 - 1944
Studium der Bildhauerei an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Berlin
1946 - 1947
Fortsetzung des Studiums an der Hochschule für Bildende Künste in München
1948
Assistentin beim Bildhauer Henry Moore in England
1949 - 1950
Studium beim russischen Konstruktivisten Antoine Pevsner in Paris
1949
Gründungsmitglied der Künstlergruppe "ZEN 49"
1955
Zusammenarbeit und Heirat mit dem Bildhauer Martin Matschinsky (Schwerpunkt: Stahl-Bildhauerei)
1957 - 1958
Leiterin der Bildhauer-Abteilung der Staatlichen Werkakademie in Kassel
1959
Beteiligung an der documenta II, Kassel; künstlerischer Durchbruch für das Paar
1961
gemeinsames Atelierhaus in Paris
1962
Beteiligung an der 31. Biennale in Venedig und an einer Vielzahl deutscher und internationaler Ausstellung
1964
Beteiligung an der documenta III, Kassel
1987
Aufstellung des Werkes "Berlin" am Berliner Europa Center
1994
Sommersitz mit Metallwerkstatt und Atelier in Schönfeld nahe der Elbe
2011
stirbt in Berlin